Wir stehen vor zwei großen Veränderungen: Zum einen wird Künstliche Intelligenz (KI) selbstständig – sie chattet nicht mehr nur, sie erledigt Dinge. Zum anderen macht der Zoll ernst: Die Zeiten, in denen Billig-Päckchen aus Asien einfach so durchrutschten, sind vorbei. Das trifft Riesen wie Temu, hilft aber den Schweizer Händlern.
Hier sind die zehn E-Commerce Trends, die 2026 den Markt bestimmen.
Trend 1: Agentic Commerce – Wenn die KI für dich einkauft
Mein Agent spricht mit deinem Agenten
Bis vor kurzem haben wir KI genutzt, um Texte oder Bilder zu erstellen. 2026 fängt die KI an, für uns zu handeln. Das nennt man „Agentic Commerce“. Wir suchen und filtern nicht mehr selbst stundenlang. Ein persönlicher KI-Bot übernimmt das, vergleicht Preise und schlägt den besten Deal vor. Im B2B-Bereich verhandeln Einkaufs-Bots sogar schon Preise mit Verkaufs-Bots – Maschine gegen Maschine.
Der „Store of One“
Onlineshops sehen nicht mehr für alle gleich aus. Wenn ich mich bei Galaxus oder Brack einlogge, baut sich der Shop für mich neu auf. Ein Ingenieur sieht technische Datenblätter, ein Schnäppchenjäger die Rabatte. Preise und Produkte passen sich in Echtzeit an. Das ist der „Store of One“ – ein Laden nur für mich.
Ohne saubere Daten geht nichts
Das Problem: Damit die KI schlau agieren kann, braucht sie perfekte Daten. Viele Schweizer Firmen haben aber noch Datenchaos – PDFs, alte Excel-Listen und ungenaue Produktinfos. Wer seine Daten nicht aufräumt, kann die neuen KI-Tools nicht nutzen. Das ist die große Hausaufgabe für 2026.

Trend 2: B2B wird wie Amazon
Geschäftskunden wollen Komfort
Einkäufer in Firmen sind privat an den Komfort von Zalando oder Digitec gewöhnt. Das erwarten sie jetzt auch im Job. Niemand will mehr Faxe schicken oder sich durch komplizierte Listen wühlen. B2B-Shops müssen 2026 mobil top funktionieren und so einfach sein wie ein normaler Onlineshop. Selbstbedienung bei Rechnungen und Retouren ist Pflicht.
Automatisierung statt Papierkram
Da Fachkräfte fehlen, muss Software die Fleißarbeit machen. Ein Handwerker spricht seine Bestellung einfach ins Handy („Ich brauche 50 Meter von dem Kabel von letzter Woche“), und die App erkennt automatisch das richtige Produkt. Das spart Zeit für echte Beratung.
Trend 3: Neue Zoll-Regeln – Wird China-Shopping teurer?
Schluss mit der Zollbefreiung
2026 greifen in der EU und der Schweiz neue Regeln. Das Ziel: Die Flut an steuerfreien Kleinstsendungen von Temu, Shein & Co. stoppen. Bisher kamen viele Pakete ohne Zoll und Gebühren durch, weil sie billig deklariert waren. Das ändert sich jetzt.
Was das für Temu & Co. bedeutet
Für Schnäppchenjäger heißt das: Die Preise bei den China-Shops steigen, weil Steuern und Gebühren draufkommen. Außerdem müssen diese Plattformen ihre Daten digital an den Zoll liefern, sonst bleiben die Pakete hängen. Die ganz Kleinen werden verschwinden, die Großen werden sich anpassen.
Chance für Schweizer Händler
Für Händler wie Manor oder Coop ist das eine gute Nachricht. Der unfaire Preisvorteil der Asiaten schmilzt. Jetzt können sie wieder mit ihren Stärken punkten: Schnelle Lieferung, Garantie und Qualität. Gerade bei Mode könnte das Kunden zurückbringen.
Trend 4: Second Hand ist das neue Normal
Gebraucht kaufen ist schick (und schlau)
Second Hand (Recommerce) wächst schneller als der restliche Markt. Es ist keine Nische für Ökos mehr, sondern wirtschaftlich sinnvoll. Alles wird teurer, also kaufen die Leute Markenware gebraucht. Für die Gen Z ist das ohnehin ein Lifestyle-Statement.
Händler steigen ein
Marken überlassen das Feld nicht mehr nur Ricardo oder Tutti.
- Galaxus lässt Kunden ihre gekauften Produkte einfach weiterverkaufen.
- Modehäuser nehmen alte Kleidung zurück und verkaufen sie als „Pre-Loved“ wieder.
- IKEA testet eigene Plattformen für gebrauchte Möbel.
Nachhaltigkeit wird 2026 weniger laut beworben („Greenhushing“), sondern einfach gemacht, weil es effizient ist und Kunden bindet.
Trend 5: Social Commerce – Einkaufen im Feed
TikTok Shop kommt
Was in den USA und Asien schon riesig ist, fasst nun auch hier Fuß: Einkaufen direkt in der Social-Media-App. Produkte finden den Kunden im Video-Feed, nicht umgekehrt. Wenn man mit einem Klick kaufen kann, ohne die App zu verlassen, sitzt das Geld lockerer.
Echter Content zählt
In einer Welt voller KI-Bilder sehnen sich Menschen nach Echtheit. Erfolgreich sind Händler, die auf authentische Videos und echte Bewertungen („User Generated Content“) setzen. Live-Shopping bleibt eine Nische, funktioniert aber super für beratungsintensive Produkte wie Sportgeräte oder Kosmetik.
Trend 6: Logistik – Der Kampf um die letzte Meile
Lieferung am gleichen Tag
Die Migros macht Druck und führt im Raum Zürich großflächig „Same Day Delivery“ ein. Das setzt die Konkurrenz unter Zugzwang. Die Lieferung am nächsten Tag ist Standard, die Lieferung am gleichen Tag wird zum Premium-Service.
Grün und schlau geliefert
Weil Fahrer fehlen und die Städte voll sind, sehen wir 2026 mehr innovative Lösungen:
- E-Mobilität: Die Post setzt fast nur noch auf Elektro-Zustellung.
- Autonome Fahrzeuge: Projekte wie „Loxo“ (selbstfahrende Lieferwagen) gehen in den erweiterten Testbetrieb.
- Lager werden dezentraler: Die Ware liegt nicht mehr in einem Riesen-Zentrum, sondern verteilt in Stadtnähe, damit sie schneller beim Kunden ist.
Trend 7: Bezahlen – TWINT bleibt König
Das Schweizer Phänomen
Während anderswo Apple Pay oder PayPal dominieren, ist in der Schweiz TWINT nicht wegzudenken. Auch 2026 bleibt es die Nummer 1. TWINT wird zur "Super-App", in der man nicht nur zahlt, sondern auch Gutscheine verwaltet oder Ratenzahlungen vereinbart.
Rechnungskauf und B2B-Finanzierung
„Jetzt kaufen, später bezahlen“ (Rechnungskauf) ist beliebt, wird aber strenger reguliert, um Schuldenfallen zu vermeiden. Im B2B-Bereich verschmelzen Finanzierung und Einkauf: Ein Handwerker kann eine teure Maschine direkt im Onlineshop leasen oder versichern, ohne Papierkram.
Trend 8: Plattformen – Galaxus holt auf
Das Rennen an der Spitze
Es wird erwartet, dass Galaxus.ch 2026 Zalando beim Umsatz überholen könnte. Galaxus punktet damit, dass es mehr ist als nur ein Shop: Es ist eine Community mit ehrlichen Tests und Diskussionen. Das schafft Vertrauen.
Die Kleinen schließen sich an
Kleine Nischenshops haben es schwer, weil Werbung auf Google und Meta zu teuer wird. Viele schließen sich Marktplätzen an. Gleichzeitig versuchen Player wie Manor oder MediaMarkt, ihre eigenen Marktplätze auszubauen. Auch Amazon bleibt ein Thema: Kommt ein echter „Amazon.ch“? Experten spekulieren weiter.
Trend 9: Der Laden als Bühne
Erlebnis statt Lagerhalle
Geschäfte in der Innenstadt sind 2026 keine reinen Warenlager mehr. Sie sind Showrooms und Service-Stationen. Man geht hin, um sich beraten zu lassen, etwas zu reparieren oder Produkte anzufassen. Kaufen kann man dann auch per Handy.
Technik im Regal
Im Laden selbst hilft Technik: Digitale Preisschilder, die sich automatisch an den Online-Preis anpassen, und Self-Checkout per Handy sind normal. Die Grenze zwischen „Online“ und „Offline“ verschwimmt komplett.
Trend 10: Daten sind das Gold
Eigene Daten besitzen
Da Cookies von Drittanbietern kaum noch funktionieren, müssen Händler eigene Daten sammeln („First-Party Data“). Sie bauen eigene Werbenetzwerke auf (Retail Media), um Marken Werbeplätze auf ihren Shop-Seiten zu verkaufen. Das ist oft profitabler als der Handel mit der Ware selbst.
Datenhygiene
Wie bei Trend 1 erwähnt: Wer KI nutzen will, braucht saubere Daten. 2026 investieren Firmen massiv darin, ihre Produktdaten aufzuräumen. Wer hier spart, verliert den Anschluss, denn schlechte Daten führen zu schlechten KI-Ergebnissen.
Fazit: Was jetzt zu tun ist
Das E-Commerce-Jahr 2026 wird komplex, aber chancenreich. Wer erfolgreich sein will, muss drei Dinge tun:
- Daten aufräumen: Bevor man teure KI kauft, muss die Basis stimmen.
- Automatisieren: Wo immer es geht, Software die Arbeit machen lassen, um Kosten zu senken.
- Vertrauen schaffen: In einer Welt voller Fakes und anonymer Plattformen ist „Swissness“ – also Zuverlässigkeit, Service und Datenschutz – der größte Trumpf.
Gewinner sind die, die Technik nutzen, um dem Kunden das Leben leichter zu machen – nicht die, die jedem Hype blind hinterherlaufen.Wir stehen vor zwei großen Veränderungen: Zum einen wird Künstliche Intelligenz (KI) selbstständig – sie chattet nicht mehr nur, sie erledigt Dinge. Zum anderen macht der Zoll ernst: Die Zeiten, in denen Billig-Päckchen aus Asien einfach so durchrutschten, sind vorbei. Das trifft Riesen wie Temu, hilft aber den Schweizer Händlern. Hier sind die zehn Trends, die 2026 den Markt bestimmen. Der Markt 2026: Preissensibel trotz Wohlstand Der Schweizer Onlinehandel wächst weiter, aber anders als früher. Es geht nicht mehr nur um mehr Pakete, sondern um bessere Geschäfte. 2024 lag der Online-Umsatz bei fast 15 Milliarden Franken. Spannend dabei: Während Schweizer Händler stabil bleiben, wuchs der Einkauf im Ausland zuletzt rasant – vor allem wegen der Billig-Konkurrenz aus China. Für 2026 sehen wir ein Paradoxon: Schweizer haben Geld, schauen aber so genau auf den Preis wie nie zuvor. „Geiz ist geil“ ist zurück, aber bitte mit Schweizer Qualität. Wer als Händler überleben will, muss sich entscheiden: Entweder extrem günstig und effizient sein (wie Decathlon) oder exklusiven Service bieten. Wer in der Mitte steht, bekommt Probleme. Trend 1: Agentic Commerce – Wenn die KI für dich einkauft 1.1 Mein Agent spricht mit deinem Agenten Bis vor kurzem haben wir KI genutzt, um Texte oder Bilder zu erstellen. 2026 fängt die KI an, für uns zu handeln. Das nennt man „Agentic Commerce“. Wir suchen und filtern nicht mehr selbst stundenlang. Ein persönlicher KI-Bot übernimmt das, vergleicht Preise und schlägt den besten Deal vor. Im B2B-Bereich verhandeln Einkaufs-Bots sogar schon Preise mit Verkaufs-Bots – Maschine gegen Maschine. 1.2 Der „Store of One“ Onlineshops sehen nicht mehr für alle gleich aus. Wenn ich mich bei Galaxus oder Brack einlogge, baut sich der Shop für mich neu auf. Ein Ingenieur sieht technische Datenblätter, ein Schnäppchenjäger die Rabatte. Preise und Produkte passen sich in Echtzeit an. Das ist der „Store of One“ – ein Laden nur für mich.10 1.3 Ohne saubere Daten geht nichts Das Problem: Damit die KI schlau agieren kann, braucht sie perfekte Daten. Viele Schweizer Firmen haben aber noch Datenchaos – PDFs, alte Excel-Listen und ungenaue Produktinfos. Wer seine Daten nicht aufräumt, kann die neuen KI-Tools nicht nutzen. Das ist die große Hausaufgabe für 2026. Trend 2: B2B wird wie Amazon 2.1 Geschäftskunden wollen Komfort Einkäufer in Firmen sind privat an den Komfort von Zalando oder Digitec gewöhnt. Das erwarten sie jetzt auch im Job. Niemand will mehr Faxe schicken oder sich durch komplizierte Listen wühlen. B2B-Shops müssen 2026 mobil top funktionieren und so einfach sein wie ein normaler Onlineshop. Selbstbedienung bei Rechnungen und Retouren ist Pflicht.12 2.2 Automatisierung statt Papierkram Da Fachkräfte fehlen, muss Software die Fleißarbeit machen. Ein Handwerker spricht seine Bestellung einfach ins Handy („Ich brauche 50 Meter von dem Kabel von letzter Woche“), und die App erkennt automatisch das richtige Produkt. Das spart Zeit für echte Beratung. Trend 3: Neue Zoll-Regeln – Wird China-Shopping teurer? 3.1 Schluss mit der Zollbefreiung 2026 greifen in der EU und der Schweiz neue Regeln. Das Ziel: Die Flut an steuerfreien Kleinstsendungen von Temu, Shein & Co. stoppen. Bisher kamen viele Pakete ohne Zoll und Gebühren durch, weil sie billig deklariert waren. Das ändert sich jetzt.4 3.2 Was das für Temu & Co. bedeutet Für Schnäppchenjäger heißt das: Die Preise bei den China-Shops steigen, weil Steuern und Gebühren draufkommen. Außerdem müssen diese Plattformen ihre Daten digital an den Zoll liefern, sonst bleiben die Pakete hängen. Die ganz Kleinen werden verschwinden, die Großen werden sich anpassen.4 3.3 Chance für Schweizer Händler Für Händler wie Manor oder Coop ist das eine gute Nachricht. Der unfaire Preisvorteil der Asiaten schmilzt. Jetzt können sie wieder mit ihren Stärken punkten: Schnelle Lieferung, Garantie und Qualität. Gerade bei Mode könnte das Kunden zurückbringen. Trend 4: Second Hand ist das neue Normal 4.1 Gebraucht kaufen ist schick (und schlau) Second Hand (Recommerce) wächst schneller als der restliche Markt. Es ist keine Nische für Ökos mehr, sondern wirtschaftlich sinnvoll. Alles wird teurer, also kaufen die Leute Markenware gebraucht. Für die Gen Z ist das ohnehin ein Lifestyle-Statement.19 4.2 Händler steigen ein Marken überlassen das Feld nicht mehr nur Ricardo oder Tutti. Galaxus lässt Kunden ihre gekauften Produkte einfach weiterverkaufen.22 Modehäuser nehmen alte Kleidung zurück und verkaufen sie als „Pre-Loved“ wieder. IKEA testet eigene Plattformen für gebrauchte Möbel.23 Nachhaltigkeit wird 2026 weniger laut beworben („Greenhushing“), sondern einfach gemacht, weil es effizient ist und Kunden bindet.24 Trend 5: Social Commerce – Einkaufen im Feed 5.1 TikTok Shop kommt Was in den USA und Asien schon riesig ist, fasst nun auch hier Fuß: Einkaufen direkt in der Social-Media-App. Produkte finden den Kunden im Video-Feed, nicht umgekehrt. Wenn man mit einem Klick kaufen kann, ohne die App zu verlassen, sitzt das Geld lockerer.7 5.2 Echter Content zählt In einer Welt voller KI-Bilder sehnen sich Menschen nach Echtheit. Erfolgreich sind Händler, die auf authentische Videos und echte Bewertungen („User Generated Content“) setzen. Live-Shopping bleibt eine Nische, funktioniert aber super für beratungsintensive Produkte wie Sportgeräte oder Kosmetik.27 Trend 6: Logistik – Der Kampf um die letzte Meile 6.1 Lieferung am gleichen Tag Die Migros macht Druck und führt im Raum Zürich großflächig „Same Day Delivery“ ein. Das setzt die Konkurrenz unter Zugzwang. Die Lieferung am nächsten Tag ist Standard, die Lieferung am gleichen Tag wird zum Premium-Service.29 6.2 Grün und schlau geliefert Weil Fahrer fehlen und die Städte voll sind, sehen wir 2026 mehr innovative Lösungen: E-Mobilität: Die Post setzt fast nur noch auf Elektro-Zustellung.30 Autonome Fahrzeuge: Projekte wie „Loxo“ (selbstfahrende Lieferwagen) gehen in den erweiterten Testbetrieb.31 Lager werden dezentraler: Die Ware liegt nicht mehr in einem Riesen-Zentrum, sondern verteilt in Stadtnähe, damit sie schneller beim Kunden ist.1 Trend 7: Bezahlen – TWINT bleibt König 7.1 Das Schweizer Phänomen Während anderswo Apple Pay oder PayPal dominieren, ist in der Schweiz TWINT nicht wegzudenken. Auch 2026 bleibt es die Nummer 1. TWINT wird zur "Super-App", in der man nicht nur zahlt, sondern auch Gutscheine verwaltet oder Ratenzahlungen vereinbart.11 7.2 Rechnungskauf und B2B-Finanzierung „Jetzt kaufen, später bezahlen“ (Rechnungskauf) ist beliebt, wird aber strenger reguliert, um Schuldenfallen zu vermeiden. Im B2B-Bereich verschmelzen Finanzierung und Einkauf: Ein Handwerker kann eine teure Maschine direkt im Onlineshop leasen oder versichern, ohne Papierkram.34 Trend 8: Plattformen – Galaxus holt auf 8.1 Das Rennen an der Spitze Es wird erwartet, dass Galaxus.ch 2026 Zalando beim Umsatz überholen könnte. Galaxus punktet damit, dass es mehr ist als nur ein Shop: Es ist eine Community mit ehrlichen Tests und Diskussionen. Das schafft Vertrauen.7 8.2 Die Kleinen schließen sich an Kleine Nischenshops haben es schwer, weil Werbung auf Google und Meta zu teuer wird. Viele schließen sich Marktplätzen an. Gleichzeitig versuchen Player wie Manor oder MediaMarkt, ihre eigenen Marktplätze auszubauen. Auch Amazon bleibt ein Thema: Kommt ein echter „Amazon.ch“? Experten spekulieren weiter.7 Trend 9: Der Laden als Bühne 9.1 Erlebnis statt Lagerhalle Geschäfte in der Innenstadt sind 2026 keine reinen Warenlager mehr. Sie sind Showrooms und Service-Stationen. Man geht hin, um sich beraten zu lassen, etwas zu reparieren oder Produkte anzufassen. Kaufen kann man dann auch per Handy. 9.2 Technik im Regal Im Laden selbst hilft Technik: Digitale Preisschilder, die sich automatisch an den Online-Preis anpassen, und Self-Checkout per Handy sind normal. Die Grenze zwischen „Online“ und „Offline“ verschwimmt komplett. Trend 10: Daten sind das Gold 10.1 Eigene Daten besitzen Da Cookies von Drittanbietern kaum noch funktionieren, müssen Händler eigene Daten sammeln („First-Party Data“). Sie bauen eigene Werbenetzwerke auf (Retail Media), um Marken Werbeplätze auf ihren Shop-Seiten zu verkaufen. Das ist oft profitabler als der Handel mit der Ware selbst. 10.2 Datenhygiene Wie bei Trend 1 erwähnt: Wer KI nutzen will, braucht saubere Daten. 2026 investieren Firmen massiv darin, ihre Produktdaten aufzuräumen. Wer hier spart, verliert den Anschluss, denn schlechte Daten führen zu schlechten KI-Ergebnissen. Fazit: Was jetzt zu tun ist Das E-Commerce-Jahr 2026 wird komplex, aber chancenreich. Wer erfolgreich sein will, muss drei Dinge tun: Daten aufräumen: Bevor man teure KI kauft, muss die Basis stimmen. Automatisieren: Wo immer es geht, Software die Arbeit machen lassen, um Kosten zu senken. Vertrauen schaffen: In einer Welt voller Fakes und anonymer Plattformen ist „Swissness“ – also Zuverlässigkeit, Service und Datenschutz – der größte Trumpf. Gewinner sind die, die Technik nutzen, um dem Kunden das Leben leichter zu machen – nicht die, die jedem Hype blind hinterherlaufen.
