Die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Linkbuilding-Agentur ist einer der effizientesten Wege, die sichtbakeit in Google Ai Overviews und KIs wie ChatGPT und Gemini zu verbessern.
Doch woran erkennst du den Unterschied zwischen einer modernen Digital-PR-Agentur und einem Linkverkäufer, der Methoden aus 2015 nutzt?
Wir zerlegen, wie du eine Linkbuilding-Agentur prüfst, welche Metriken wirklich zählen und warum Domain Rating (DR) allein dich in die Irre führt. Wir zeigen dir, wie du deinen Brand mithilfe einer guten Linkbuilding Agentur fit für die KI-gesteuerte SEO-Landschaft machst.
Warum sich Linkbuilding und SEO gerade fundamental ändern
Bevor wir in die Auswahlkriterien einsteigen, müssen wir verstehen, warum die alten Methoden nicht mehr funktionieren.
Gartner prognostiziert, dass das Suchmaschinenvolumen um bis zu 25 % sinken wird, da KI immer mehr direkte Antworten liefert. Das bedeutet nicht, dass SEO stirbt. Es bedeutet, dass der "billige Traffic" verschwindet. Die Klicks, die übrig bleiben, sind die wertvollen – diejenigen, die Tiefe suchen.
Um diese Nutzer zu erreichen, muss deine Seite in den KI-Antworten auftauchen. Und hier liegt das Problem vieler Agenturen: Sie optimieren immer noch für den klassischen Google-Crawler, nicht für das KI-Modell.
Die Realität der KI-Sichtbarkeit
Eine Studie von Authoritas hat kürzlich gezeigt, wie gravierend der Unterschied ist:
- Nur einer von fünf Links, die in Googles AI Overviews zitiert wurden, stammte aus den Top-10 der klassischen organischen Suchergebnisse.
- Noch bezeichnender: 62,1 % der zitierten Links oder Domains rankten überhaupt nicht auf der ersten Seite.
Was bedeutet das für dich? KI-Systeme und Suchmaschinen bewerten Websites nicht mehr identisch. Es reicht nicht mehr aus, nur "Link Juice" (Link-Equity) zu sammeln, um ein Keyword nach oben zu pushen. LLMs suchen nach Topical Authority (thematischer Autorität), Brand Mentions (Markenerwähnungen) und einer echten Marktpräsenz.
Das Ziel von modernem Linkbuilding ist es, einen digitalen Fußabdruck zu hinterlassen, den KI-Modelle als "Fakt" erkennen und nicht ignorieren können. Eine Agentur, die das nicht versteht, verbrennt dein Budget.
Die neuen Kriterien – So evaluierst du eine Agentur für AI SEO
Wenn du heute eine Agentur suchst, vergiss die alten Checklisten. Es geht nicht mehr darum, wer dir "10 Links für 1000 Euro" besorgen kann. Es geht darum, wer die Faktoren priorisiert, die jetzt zählen.

Hier sind die konkreten Punkte, auf die du achten musst:
1. Qualität und Relevanz vor Domain Rating (DR)
Ich sehe diesen Fehler ständig in Pitches und Reports: Ein Marketingleiter bewertet den Erfolg einer Kampagne ausschließlich anhand des Domain Ratings (DR von Ahrefs) oder der Domain Authority (DA von Moz).
Ein hoher DR ist nett, aber bei UnitedAds wissen wir, dass es nicht die Ziellinie ist. DR ist eine Metrik, die manipuliert werden kann. Was zählt, sind:
- Kontextuelle Relevanz: Ein Link von einer Nischenseite mit DR 40, die sich exakt mit deiner Industrie (z.B. Logistik-Software) beschäftigt, schlägt fast immer einen Link von einer allgemeinen "News-Seite" mit DR 80, die heute über Kryptowährungen und morgen über Keto-Diäten schreibt. KI-Modelle verstehen semantische Zusammenhänge. Ein thematisch irrelevanter Link verwässert deine eigene thematische Autorität.
- Traffic-Standards als Qualitätsfilter: Wenn eine Seite nicht für Keywords rankt und keinen echten Traffic anzieht, ist sie für Google (und die KI) ein "toter Winkel". Ein Link von dort überträgt keinen Wert.
Dein Action-Step: Verlange bei der Prüfung einer Agentur vertragliche Traffic-Garantien. Eine selbstbewusste Agentur wird nicht zögern, ein Statement of Work (SOW) zu unterzeichnen, das garantiert, dass jeder gesetzte Link von einer Seite mit einem Mindest-Traffic-Schwellenwert stammt (z.B. 1.000 oder 5.000+ organische Besucher pro Monat laut Ahrefs/Semrush).
Wenn sie sich weigern, Traffic-Minimums schriftlich festzuhalten, planen sie wahrscheinlich, Links auf "Geisterstädten" zu platzieren. Das sind Domains mit hohen DR-Werten (oft abgelaufene und neu registrierte Domains), die aber keine echte Leserschaft haben. Das schützt deren Margen, aber gefährdet dein Wachstum.
2. Content-Driven Approach & Digital PR
Links existieren nicht im Vakuum. Die stärksten Links entstehen als Nebenprodukt einer echten Konversation. Die besten Agenturen agieren heute nicht mehr wie klassische Linkbuilder ("Hallo, bitte verlinke mich"), sondern wie Content-Marketing- und Digital-PR-Teams.
Anstatt um Links zu betteln, erstellen Top-Agenturen Linkable Assets. Das sind:
- Original-Datenstudien & Umfragen.
- Expertenkommentare zu aktuellen News.
- Tiefgehende Whitepaper und Guides.
Journalisten und Publisher wollen diese Inhalte zitieren, weil sie ihre eigenen Artikel aufwerten.
Warum ist das für AI SEO wichtig? Googles Algorithmen und KI-Modelle werden immer besser darin, bezahlte Platzierungen ("Paid Placements") zu erkennen. Ein inhaltsgetriebener Ansatz hält das Linkprofil natürlich, redaktionell und wertvoll für den Leser.
Gastbeiträge im Zeitalter von AI SEO sind keine wegwerfbaren 500-Wörter-Artikel mehr, die generisch klingen. Es geht um Thought Leadership, das deinen CEO oder deine Experten als glaubwürdige Quelle positioniert.
Beispiel: Anstatt einen Link auf das Keyword "Beste CRM Software" zu kaufen, veröffentlicht eine gute Agentur einen "State of CRM 2026 Report" auf deiner Seite und pitcht die Ergebnisse an Tech-Magazine. Der Link folgt automatisch als Quellenangabe. Das ist ein Signal, das LLMs lieben.
Red Flags – Wann du sofort den Raum verlassen solltest
Die Wahl des falschen Partners verschwendet nicht nur Budget. Sie setzt deine Markenreputation und potenziell die Zukunft deines Unternehmens aufs Spiel. Google straft manipulative Link-Netzwerke immer noch rigoros ab – und KI-Filter sind dabei noch gnadenloser.
Hier sind die Warnsignale, bei denen bei dir alle Alarmglocken schrillen sollten:
1. Garantierte Rankings ("Platz 1 in 90 Tagen")
Niemand – wirklich niemand – kann ein Nummer-1-Ranking bei Google garantieren. Die Algorithmen sind dynamisch und hängen von hunderten Faktoren ab. Jede Agentur, die spezifische Keyword-Positionen zu einem festen Zeitplan verspricht, tut wahrscheinlich eines von zwei Dingen:
- Sie nutzen extrem riskante Black-Hat-Taktiken, um einen temporären Anstieg zu erzwingen.
- Sie verkaufen dir Schlangenöl und hoffen, dass du den Vertrag nicht genau liest.
Oft verlassen sich solche Anbieter auf Private Blog Networks (PBNs) oder aggressive Manipulation von Ankertexten (Anchor Text). Du siehst vielleicht einen schnellen Sprung nach oben, aber der Absturz, der folgt – und das Risiko einer manuellen Penalty ("Manuelle Maßnahme") in der Search Console – ist es niemals wert.
2. Mangelnde Transparenz ("Das ist unser Betriebsgeheimnis")
Wenn eine Agentur dir nicht erklären will, wie sie Links akquiriert oder wo die Platzierungen stattfinden werden, bevor du zahlst: Lauf weg. Seriöse Agenturen sind transparent. Sie zeigen dir echte Beispiele vergangener Platzierungen (natürlich anonymisiert, falls nötig) und teilen relevante Case Studies aus deiner Branche.
Agenturen, die ihr "Inventar" verstecken, tun dies meist aus einem Grund: Die Seiten sind Teil eines minderwertigen Netzwerks oder einer Linkfarm.
3. "Self-Serve" Link-Portfolios und Listen
Wenn du Marketing-Verantwortlicher auf LinkedIn bist, kennst du diese Nachrichten: "Hi, I have high quality sites like Forbes, TechCrunch and 5000 more. Check my list here [Google Sheet Link]."
Das ist eine gängige Taktik unter minderwertigen Linkbuildern: Der Wiederverkauf von Backlinks aus einem geteilten Inventar. Ich verstehe den Reiz – strategische Linkakquise ist harte Arbeit, Links aus einer Liste zu kaufen ist einfach und schnell.
Das Problem für dich ist der Footprint. Wenn eine Agentur einen Link sichern kann, indem sie einfach eine Zelle in einer Excel-Tabelle ausfüllt und Geld überweist, kann das jeder. Auch Casino-Affiliates, Glücksspielseiten, Adult-Content und Betrüger nutzen dieselben Listen.
Das ist kein natürliches Linkprofil. Google hat diese Domains mit ziemlicher Sicherheit bereits identifiziert ("burned"). Im besten Fall zahlst du für einen Link, der null Autorität überträgt. Im schlimmsten Fall markiert Google deine Seite als Teil eines Link-Schemas ("Link Scheme"), was gegen die Webmaster Guidelines verstößt.
4. Spottbillige Pakete
SEO und Linkbuilding liefern einen unglaublichen ROI, aber sie sind nicht billig in der Anschaffung. Du kannst keinen hochwertigen Artikel mit einem echten, verdienten Link von einer autoritären Seite für 50 € oder 100 € kaufen.
Wenn du bedenkst, was Qualität kostet:
- Recherche & Strategie
- Content-Erstellung durch Fachautoren
- Redaktion & Editing
- Outreach & Beziehungsmanagement
- Gebühren für den Publisher (in manchen Fällen)
Dann ist klar, dass Billigpakete, die "5 High-Authority Links für 500 €" versprechen, mathematisch nicht aufgehen können. Sie basieren fast immer auf:
- Vollständig KI-generiertem, kaum redigiertem Content (Spam).
- Minderwertigen Linkfarmen.
- Gehackten Websites (Link Injection).
Keiner dieser Links wird dir helfen, in KI-Suchmaschinen oder bei Google aufzutauchen.
Deep Dive: Die technische Anatomie eines "KI-sicheren" Links
Lass uns kurz technisch werden. Warum bewertet eine KI einen Link anders als ein Crawler?
Ein klassischer Crawler (wie der Googlebot) folgt dem href-Attribut, schaut auf den Ankertext und berechnet den PageRank-Fluss. Ein LLM (Large Language Model) hingegen analysiert den semantischen Kontext und die Entity Salience (Entitäten-Bedeutung).
Das Modell fragt:
- Sentiment: Wird die verlinkte Marke positiv, neutral oder negativ im Text besprochen?
- Co-Citation: Welche anderen Experten oder Marken werden im selben Absatz genannt? Wenn deine Software im gleichen Satz wie Salesforce und HubSpot genannt wird, erbst du deren Autorität durch Assoziation.
- Positionierung: Steht der Link im Hauptinhalt (Main Content) eingebettet in eine logische Argumentationskette, oder klebt er zusammenhangslos in der "Author Bio" oder einer Sidebar?
Actionable Insight: Achte bei der Abnahme von Links darauf, dass deine Marke nicht nur verlinkt, sondern besprochen wird. Ein Link auf das Wort "hier" ist für KI wertlos. Ein Link auf deinen Markennamen, umgeben von Attributen wie "führender Anbieter", "zuverlässige Daten" oder "innovative Lösung", trainiert das Modell, deine Marke mit diesen Begriffen zu assoziieren.
So interviewst du deine zukünftige Agentur (Checkliste)
Du bist bereit, einen Partner zu suchen? Nutze diese Fragen im ersten Call, um die Spreu vom Weizen zu trennen.
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Frage 1: "Wie definiert ihr Erfolg jenseits von Domain Rating?"
- Gute Antwort: "Wir schauen auf organischen Traffic der verlinkenden Seite, thematische Relevanz und, wenn möglich, Referral-Traffic. Wir messen auch den Anstieg deiner Rankings für die Ziel-Keywords."
- Schlechte Antwort: "Wir garantieren DR 50+ für alle Links."
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Frage 2: "Zeigt mir ein Beispiel für eine Kampagne, die schiefgelaufen ist, und wie ihr damit umgegangen seid."
- Gute Antwort: Ehrlichkeit. Vielleicht hat ein Content-Piece nicht gezündet. Sie sollten erklären, wie sie den Angle (Blickwinkel) angepasst und nachgesteuert haben.
- Schlechte Antwort: "Bei uns läuft nie etwas schief."
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Frage 3: "Wie stellt ihr sicher, dass die Inhalte nicht als AI-Spam erkannt werden?"
- Gute Antwort: "Wir nutzen menschliche Experten für die Erstellung oder zumindest für ein massives Editieren. Wir fügen einzigartige Daten, Zitate und echte Erfahrungen hinzu, die eine KI nicht halluzinieren kann."
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Frage 4: "Habt ihr eine 'Blacklist' von Seiten, mit denen ihr nicht arbeitet?"
- Gute Antwort: "Ja, wir filtern Seiten aus, die 'Write for us'-Seiten im Menü haben, die offensichtlich Links verkaufen oder deren Traffic-Kurve wie ein Absturz aussieht."
Fazit: Partnerschaft statt Transaktion
Linkbuilding im KI-Zeitalter ist ein langfristiges Investment. Es geht darum, eine dauerhafte Marktpräsenz aufzubauen, nicht darum, schnelle Siege zu jagen, die beim nächsten Google Core Update wieder verschwinden.
Der richtige Partner sieht sich als Erweiterung deines Teams. Er interessiert sich für:
- Deinen "Backlink Gap" im Vergleich zu den Wettbewerbern.
- Deine Markenerwähnungen in LLMs (ChatGPT, Gemini, etc.).
- Deine gesamte Such- und KI-Sichtbarkeit.
Sie helfen dir, Content Syndication, Backlink-Audits, Content Marketing und moderne Linkbuilding-Strategien mit einem einheitlichen Ansatz zu navigieren.
Wenn du bereit bist, dich von Eitelkeits-Metriken (Vanity Metrics) zu verabschieden und echte Autorität aufzubauen, die Umsatz und KI-Zitate treibt, dann ist es Zeit, wählerisch zu sein. Vertraue deine Domain nicht irgendwem an.
Die richtige Linkbuilding-Agentur ist da draußen. Du weißt jetzt, wie du sie erkennst.
