Google Ads für Makler und Immobilien Unternehmen
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    Google Ads für Makler und Immobilien Unternehmen

    Svenja Schicketanz16 Min. Lesezeit

    1. Warum Google Ads für Makler sinnvoll ist

    Google Ads bietet Immobilienmaklern die Chance, gezielt potenzielle Kunden anzusprechen, genau im Moment ihres Interesses. Anders als klassische Methoden (z.B. Printanzeigen) können deine Anzeigen genau den Personen gezeigt werden, die aktiv nach Immobilien oder Maklern suchen.

    Dadurch erreichst du Nutzer mit hoher Kauf- oder Verkaufsabsicht – etwa jemand, der „Immobilienmakler [Stadt]“ oder „Haus verkaufen in [Region]“ googelt. Gleichzeitig hilft dir Google Ads, in einem hart umkämpften Markt sichtbar zu bleiben.

    Ein großer Vorteil ist die Messbarkeit und Flexibilität: Du erhältst detaillierte Daten zum Kampagnenerfolg und kannst Budget sowie Anzeigen jederzeit anpassen. So weißt du genau, welche Keywords oder Anzeigen die meisten Klicks, Anfragen (Leads) und Abschlüsse bringen. Im Ergebnis ist Google Ads ein unverzichtbares Tool für Makler, um neue Leads zu generieren, Verkäufe zu fördern und die eigene Marke zu stärken.

    Zudem zahlst du nur, wenn jemand tatsächlich auf deine Anzeige klickt – dein Budget wird also effizient eingesetzt. All das ermöglicht es dir, schnell qualifizierte Anfragen zu gewinnen und den ROI genau zu messen, was bei herkömmlichen Werbeformen schwierig ist.

    Kurz gesagt Google Ads verschafft dir mehr Sichtbarkeit bei deiner Zielgruppe, planbare Kosten und messbare Ergebnisse – eine clevere Ergänzung zu deiner Vertriebsstrategie im Immobilienbereich.

    2. Überblick über relevante Kampagnentypen

    Google Ads bietet verschiedene Kampagnentypen wie Suchnetzwerk, Display, Performance Max, die für Immobilienmakler relevant sind. Jeder Typ hat seine Stärken – hier ein Überblick, wie du sie strategisch einsetzen kannst:

    Deine Textanzeigen erscheinen ober- oder unterhalb der Google-Suchergebnisse, wenn Nutzer bestimmte Begriffe eingeben. Dieser Kampagnentyp ist hochgradig zielgerichtet, da du Personen ansprichst, die aktiv nach passenden Dienstleistungen suchen. Für Makler ist das ideal, um z.B. bei Anfragen wie „Immobilienmakler München“ oder „Haus kaufen in Köln“ präsent zu sein.

    Tipp: Suchanzeigen fangen die Nutzer genau in dem Moment ab, in dem ihr Interesse am größten ist – das erhöht die Chance auf Anfragen enorm.

    🖥️ Displaynetzwerk-Kampagnen (Display)

    Hier werden visuelle Anzeigen (Banner oder responsive Bild-Anzeigen) auf Millionen von Websites, in Apps, auf YouTube oder in Gmail geschaltet. Damit erreichst du Menschen auch außerhalb der aktiven Google-Suche – z.B. während sie Nachrichten lesen oder auf Immobilienportalen surfen.

    Display-Anzeigen eignen sich gut, um Markenbekanntheit aufzubauen oder Interessenten per Remarketing erneut anzusprechen. Ein potenzieller Kunde, der deine Website besucht hat, könnte z.B. später eine Display-Anzeige zu deinem Maklerbüro sehen und erinnert werden, einen Termin zu vereinbaren.

    ⚡ Performance Max Kampagnen (PMax)

    Performance Max ist ein neuer, vollautomatisierter Kampagnentyp, der alle Google-Kanäle in einer Kampagne bündelt. Eine PMax-Kampagne spielt deine Anzeigen mit Hilfe von Google KI und Smart Bidding auf sämtlichen Plattformen aus – Search, Display, YouTube, Discover, Gmail und Google Maps – um deine definierten Ziele (z.B. Leads) zu erreichen.

    Für dich als Makler bedeutet das maximal mögliche Reichweite mit minimalem Aufwand bei der Aussteuerung. Wichtig: Damit PMax sinnvoll optimieren kann, brauchst du unbedingt ein funktionierendes Conversion-Tracking (dazu später mehr).

    PMax eignet sich hervorragend, um zusätzliche Kunden zu finden, die du mit reinen Suchkampagnen vielleicht verpasst. Es nutzt Machine Learning, um in Echtzeit Budgets und Gebote so zu verteilen, dass du mehr Conversions zu deinen Zielkosten bekommst.

    Hinweis: Halte die Kampagnenarten getrennt, um besser steuern zu können.

    Schalte zum Beispiel Such- und Display-Anzeigen in separaten Kampagnen, anstatt sie zu vermischen – so vermeidest du Streuverluste. Eine Suchkampagne sollte in der Regel nicht gleichzeitig auf das Displaynetzwerk ausgedehnt werden, da dies meist ineffizient ist.

    Wähle den Kampagnentyp passend zu deinem Ziel:

    • Willst du direkte Anfragen? Dann fokussiere das Suchnetzwerk.
    • Willst du Bekanntheit erhöhen oder Besucher zurückholen? Nutze Display und Remarketing.
    • Möchtest du alles aus einer Hand mit KI-Unterstützung? Dann probiere Performance Max.

    3. Keyword-Recherche speziell für den Immobilienbereich

    Die richtigen Keywords sind das Fundament deiner Google Ads. Im Immobilienbereich solltest du Begriffe auswählen, die deine Zielkunden wirklich verwenden. Hier ein praxisnaher Ablauf zur Keyword-Recherche:

    Checkliste zur Keyword Recherche für Makler

    • Starte mit den Kernbegriffen deines Geschäfts: Liste die offensichtlichen Suchanfragen auf. Typische Keywords für Makler sind z.B. „Immobilienmakler [Stadt]“, „Haus verkaufen [Stadt]“, „Wohnung kaufen [Stadt]“ oder „Immobilienbewertung [Stadt]“. Verkäufer suchen etwa nach „Makler Provision [Stadt]“ oder „Wertermittlung Immobilie [Stadt]“, Käufer eher nach „Haus kaufen [Stadtteil]“. Versetze dich in beide Zielgruppen und sammle deren Suchphrasen.

    • Nutze den Google Keyword Planner: Dieses kostenlose Tool liefert dir Keyword-Ideen, Suchvolumen und Klickpreise (CPC). Gib deine Grundbegriffe ein und entdecke Synonyme (z.B. Makler, Immobilienberater) oder verwandte Begriffe (z.B. Grundstück verkaufen, Immobilie geerbt verkaufen). Außerdem siehst du die üblichen Gebotsbereiche – so vermeidest du überhöhte Gebote und bleibst wettbewerbsfähig.

    • Setze auf Long-Tail-Keywords: Allgemeine Keywords wie „Immobilie verkaufen“ sind teuer. Long-Tails wie „3-Zimmer-Wohnung in Hamburg Altona kaufen“ haben weniger Konkurrenz und bessere Conversion-Chancen. Nutzer, die so detailliert suchen, wissen meist genau, was sie wollen – die Relevanz ist höher. Überlege Kombinationen aus Immobilientyp, Merkmalen und Ort (z.B. „Dachgeschosswohnung mit Balkon München Schwabing“).

    • Berücksichtige lokale Keywords: Im Immobilienbereich spielt der Standort eine zentrale Rolle. Ergänze Begriffe um Städtenamen, Stadtteile oder Postleitzahlen, z.B. „Haus verkaufen in Zürich Seefeld“, „Wohnung mieten in Bern Altstadt“. So sprichst du gezielt Interessenten vor Ort an. Integriere lokale Keywords auch in Anzeigentexte und Landingpages, damit der Bezug sofort sichtbar wird.

    • Negative Keywords festlegen: Ebenso wichtig wie die richtigen Keywords ist das Ausschließen irrelevanter Begriffe. Beispiele:

      • ohne Makler
      • kostenlos / gratis
      • Jobs (z.B. „Immobilienmakler Ausbildung“)
      • Themen, die du nicht bedienst (z.B. „Gewerbeimmobilie“). So bleibt dein Budget auf relevante Klicks fokussiert. Überprüfe regelmäßig den Suchanfragen-Bericht und ergänze neue Negativ-Keywords.
    • Match Types strategisch nutzen: Google Ads bietet weitgehend passend (broad match), passend (phrase match) und genau passend (exact match). Für Makler empfiehlt sich ein enger Start mit „passende Wortgruppe“ oder [genau passendem] Matchtyp, z.B. [Immobilienmakler Stuttgart] oder „Haus verkaufen Stuttgart“. Broad Match kannst du später testen, in Kombination mit Negativ-Keywords oder Smart Bidding.

    Zusammengefasst: Führe eine gründliche Keyword-Recherche durch und denke aus Kundensicht. Nutze Tools wie den Keyword Planner und setze auf spezifische, lokal zugeschnittene Begriffe. Schließe Unpassendes konsequent aus. Ein gut durchdachtes Keyword-Set sorgt dafür, dass deine Anzeigen die richtigen Leute zur richtigen Zeit erreichen.

    4. Anzeigentexte schreiben, die Interessenten überzeugen

    Hast du deine Keywords festgelegt, gilt es starke Anzeigentexte zu verfassen. Deine Anzeige muss Aufmerksamkeit erregen, Vertrauen aufbauen und zum Klicken animieren. Hier die wichtigsten Tipps für Google-Ads-Anzeigen:

    🔑 Relevanz und Keywords einbauen:

    Die Anzeige sollte direkt zeigen, dass sie zur Suche passt. Verwende mindestens ein Haupt-Keyword im Titel oder Text. Beispiel: „Ihr Immobilienmakler in Berlin – Jetzt Beratung vereinbaren“. Das erhöht Klickwahrscheinlichkeit und Qualitätsfaktor.

    🔑 Vorteile und Alleinstellungsmerkmale betonen:

    Hebe hervor, was dich unterscheidet: „Über 20 Jahre Erfahrung“, „Kostenlose Immobilienbewertung“, „Großes Käufer-Netzwerk“. Nenne konkrete Leistungen oder Auszeichnungen. Überlege, was deine Zielgruppe am meisten überzeugt – z.B. „Schnelle Vermittlungszeiten“ oder „lokale Marktkenntnis“.

    🔑 Klare Handlungsaufforderung (Call-to-Action):

    Sag den Leuten, was sie tun sollen. Aufforderungen wie „Jetzt Exposé anfordern“, „Kostenlose Beratung sichern“ oder „Heute noch anrufen“ machen den nächsten Schritt klar. Ein CTA erzeugt Dringlichkeit und lenkt den Nutzer.

    🔑 Anzeigenerweiterungen nutzen:

    Erweiterungen („Assets“) erhöhen die Sichtbarkeit. Besonders sinnvoll:

    • Standorterweiterung: Adresse und Pin.
    • Anruferweiterung: Telefonnummer für mobile Nutzer.
    • Sitelinks: z.B. „Referenzen“, „Bewertung“, „Aktuelle Objekte“.
    • Snippets: kurze Services wie „Verkauf, Vermietung, Bewertung“. Sie machen Anzeigen größer, informativer und oft besser platziert – ohne Mehrkosten.

    🔑 Auf die Landingpage abstimmen:

    Versprich nur, was du auf der Zielseite halten kannst. Bietest du „Kostenlose Bewertung Ihrer Immobilie“ an, sollte dies dort klar erscheinen. Konsistenz schafft Vertrauen und steigert Conversion.

    🔑 Mobilfreundlichkeit bedenken:

    Viele Nutzer suchen per Smartphone. Verwende kurze Titel, nutze Anruf- und Standorterweiterungen. Stelle sicher, dass die Landingpage mobil schnell lädt – über 3 Sekunden Ladezeit vergraulen Nutzer.

    Tipp: Erstelle Responsive Suchanzeigen (RSA) mit 8–10 Titeln und 3–4 Beschreibungen. Google kombiniert diese dynamisch und ermittelt die besten Varianten.

    Zusammengefasst Deine Anzeigentexte sollten präzise, relevant und ansprechend sein. Teste mehrere Anzeigen parallel und optimiere den Gewinner. Jede Anzeige ist ein kleines Schaufenster – mach es attraktiv!

    5. Geotargeting und lokale Aussteuerung

    Als Immobilienmakler operierst du meist regional begrenzt – daher ist es entscheidend, deine Google Ads lokal auszurichten. Geotargeting legt fest, in welchen Gebieten deine Anzeigen erscheinen (und wo nicht). Richtig eingesetzt, sparst du Budget und erhöhst die Relevanz. So nutzt du Geotargeting optimal:

    • Standortauswahl eingrenzen: Stelle in Google Ads ein, welche Gebiete du abdecken willst. Häufig: ein Radius von ca 20km um dein Büro oder gezielte Städte, Landkreise, Postleitzahlen. Beispiel: Du betreust Immobilien in Köln und Umgebung – dann targetiere Köln +15 km oder ergänze relevante Nachbarstädte.

    • Ausschluss unwichtiger Gebiete: Schließe Orte aus, die du nicht bedienst. Beispiel: Radius München 30 km, aber bestimmte Orte ausgeschlossen. Besonders wichtig bei Mehrdeutigkeiten wie „Altstadt“. So verhinderst du Klicks aus falschen Regionen.

    • Lokale Keywords + Geotargeting kombinieren: Nutze Ortsnamen in Keywords und Texten und kombiniere sie mit Geotargeting. Wer „Haus verkaufen Hamburg“ sucht, sollte deine Anzeige nur in Hamburg sehen. Sprich die Stadt auch im Anzeigentext an („Ihr Partner in Hamburg“).

    • Feintuning durch Radius-Targeting: Definiere Umkreise, z.B. 10 km um 80331 München. So erreichst du Menschen, die dort wohnen oder arbeiten. Teste mehrere Kampagnen, z.B. 5 km (superlokal) vs. 20 km (erweiterter Umkreis), und passe Budgets oder Gebote an.

    • Lokale Ansprachen nutzen: Unterstütze die Aussteuerung auch inhaltlich. Beispiele: „Makler in Frankfurt – kennt den Markt in Sachsenhausen & Westend“ oder lokale Telefonnummern. Erwähne Besonderheiten wie „Altbauwohnungen Maxvorstadt“ oder lokale Referenzen.

    • Vorteile des Geotargeting:

      • Höhere Relevanz: Anzeigen erscheinen nur, wo sie wirklich interessieren.
      • Weniger Streuverlust: Keine Klicks aus Regionen, die du nicht bedienen kannst.
      • Wettbewerbsvorteil: Du wirst lokal präsenter als breit streuende Mitbewerber.
      • Anpassung an regionale Unterschiede: Trenne Kampagnen nach Regionen, steuere Budgets separat und optimiere je nach Nachfrage oder Conversion-Rate.

    👉 Tipp: Halte dein Google Unternehmensprofil aktuell und verknüpfe es mit Google Ads. So werden Standorterweiterungen gepflegt und deine Präsenz in Google Maps gestärkt.

    Zusammengefasst Geotargeting ist für Makler essenziell, um genau die richtigen lokalen Kunden anzusprechen. Nutze die Möglichkeiten, die Region deiner Kampagnen exakt einzugrenzen. Damit steigerst du die Effizienz und erreichst Interessenten in deinem Marktgebiet, was letztlich zu mehr qualifizierten Leads führt.

    6. Conversion-Tracking und Erfolgsmessung

    Um den Erfolg deiner Google Ads zu beurteilen und optimieren zu können, brauchst du Conversion-Tracking. Es macht messbar, welche Klicks zu wertvollen Aktionen führen – z.B. Kontaktanfragen, Anrufe oder Termine. Es ist ein kostenloses Tool in Google Ads, das zeigt, was nach einem Klick passiert.

    Warum wichtig? Ohne Tracking siehst du nur Klicks, nicht ob Kunden entstehen. Mit Tracking erkennst du: Welche Keywords, Anzeigen oder Kampagnen bringen Anfragen? Du kannst ROI berechnen und dein Budget gezielt einsetzen. Vielleicht zeigt sich: „Haus verkaufen [Stadt]“ bringt wenige Klicks, aber fast immer Anfragen – während andere Keywords viele Klicks, aber keine Leads liefern. Solche Daten sind entscheidend zur Optimierung.

    So richtest du Conversion-Tracking ein: In Google Ads unter Tools → Conversions legst du Aktionen an, z.B.:

    • Kontaktformular-Absendung (Danke-Seite oder Event)
    • Anruf über Website (Klick auf Telefonnummer)
    • Anruf über Anruferweiterung (z.B. ab X Sekunden Dauer)
    • Terminbuchung oder Download eines Exposés Dazu wird meist ein kleiner Code (Google Tag) auf deiner Website eingebaut. Falls nötig, hilft ein Webmaster oder Agentur – der Aufwand lohnt sich.

    👉 Tipp: Verknüpfe Google Ads mit Google Analytics 4 (GA4) und importiere dort definierte Conversions. GA4 liefert zusätzlich Insights wie Sitzungsdauer oder Absprungraten.

    Was messen? Definiere, was für dich eine Conversion ist. Da Abschlüsse oft offline erfolgen, nutze Mikro-Conversions wie Anfragen oder Telefonate. Später kannst du vergleichen: „Kampagne A brachte 10 Formulare, Kampagne B nur 2“ – und Budget gezielt anpassen.

    Erfolgsmessung in der Praxis:

    • Conversion-Rate (CVR): Anteil Klicks, die zu Conversions führen.
    • Kosten pro Conversion (CPA): Ausgaben ÷ Conversions, z.B. 200 € ÷ 4 Leads = 50 €/Lead.
    • Conversion-Wert (optional): Weist du Leads Geldwerte zu, kannst du ROAS berechnen.
    • Klick- und Conversion-Verteilung: Sieh, welche Anzeigengruppen, Geräte oder Regionen am besten laufen.

    Wichtig: Nur was gemessen wird, kann verbessert werden. Mit Tracking kannst du faktenbasiert optimieren und Smart Bidding-Strategien (automatische Gebote von Google) nutzen, das erst mit Conversion-Daten funktioniert (z.B. Ziel-CPA).

    Zum Schluss Richte Erfolgsmessung vor Kampagnenstart ein. Google bietet Anleitungen, der technische Aufwand ist überschaubar – und du erhältst von Anfang an klare Daten, ob sich deine Ads-Investition lohnt.

    7. Budgetplanung und Gebotsstrategien

    Budgetierung und Bieten sind im Online-Marketing zwei Seiten derselben Medaille: Dein Budget bestimmt, wie viel du maximal ausgeben möchtest, die Gebotsstrategie bestimmt, wie Google es einsetzt. Jeder Euro soll sich rechnen – so planst du dein Budget und wählst die richtige Strategie.

    Checkliste zur Budgetierung und Bieten

    📝 Budgetplanung:

    • Überlege, wie viel du monatlich investieren willst. Viele Makler starten mit ca. 500 € Testbudget. In kleineren Städten reicht das oft schon, in großen mit mehr Wettbewerb solltest du höher ansetzen. Mit 50 € Monatsbudget wirst du kaum Ergebnisse sehen; 500–1000 € liefern Daten.
    • Lege in Google Ads ein Tagesbudget pro Kampagne fest. Google schwankt zwar täglich, gleicht das aber über den Monat aus. Starte moderat und erhöhe, sobald deine Kampagne profitabel läuft. Verteile das Gesamtbudget nach Priorität – z.B. mehr auf Verkäufer-Keywords, wenn dir Verkäufer-Leads wichtiger sind.

    💡 Gebotsstrategien:

    Grundsätzlich gibt es manuelle und automatische Modelle.

    • Manueller CPC:

      • Volle Kontrolle, aber aufwendig. Für den Start geeignet, um Klickpreise kennenzulernen. Mit eCPC passt Google leicht an. Skaliert jedoch schlecht.
    • Automatische Strategien (Smart Bidding):

      • Conversions maximieren: erzielt mit dem Budget so viele Leads wie möglich, ideal zum Start.
      • Ziel-CPA: du definierst Kosten pro Lead (z.B. 30 €). Google optimiert darauf – realistische Werte sind entscheidend.
      • Ziel-ROAS: im Lead-Geschäft selten sinnvoll, eher im E-Commerce.
      • Klicks maximieren: erzeugt viele Klicks, aber oft unqualifiziert. Basis für Smart Bidding ist Conversion-Tracking. Mit genügend Daten sind automatische Strategien meist effizienter als manuelles Bieten.

    🔄 Strategien im Zeitverlauf anpassen:

    Mit wenigen Daten evtl. manuell starten, später auf Smart Bidding wechseln. Beobachte die Entwicklung und passe den Ziel-CPA schrittweise an.

    ⚖️ Budget optimal nutzen:

    Prüfe Kennzahlen wie Impressionshare. Ist er niedrig und Budget ausgeschöpft, kannst du mehr Leads durch höheres Budget erzielen. Ist er hoch und Budget bleibt übrig, investiere in neue Kampagnen oder Keywords.

    ✋ Gebotsanpassungen:

    Stelle Gebote nach Gerät, Zeit oder Standort ein. Beispiel: +20 % für mobile Nutzer, wenn diese häufiger anrufen. So setzt du Schwerpunkte trotz Automatisierung.

    Zusammengefasst: Plane ein realistisches Budget, starte konservativ und steigere es bei Erfolg. Wechsle so bald wie möglich auf automatisierte Strategien – besonders Conversions maximieren oder Ziel-CPA. Behalte Kosten pro Lead im Blick und justiere regelmäßig. So holst du das Maximum aus jedem Euro.

    8. Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

    Auch erfahrene Marketer (und Makler) machen Fehler. Im Google-Ads-Kontext gibt es typische Stolpersteine – hier die häufigsten mit Tipps, wie du sie vermeidest.

    ⚠️ Fehler 1: Zu generische Keywords.

    Allgemeine Begriffe wie „Immobilienberatung“ im Broad Match führen zu unpassenden Klicks, etwa von Nutzern, die nur Infos wollen. Du zahlst also für Besucher ohne echtes Interesse. Vermeidung: Nutze spezifische Keywords mit Phrase oder Exact Match und arbeite mit Negativlisten.

    ⚠️ Fehler 2: Auf falsche Keywords bieten.

    Anzeigen auf Konkurrenznamen liefern meist uninteressierte Klicks mit schlechter Conversionrate. Auch Anzeigen auf den eigenen Namen sind oft überflüssig, da Nutzer ohnehin organisch klicken würden. Vermeidung: Spare Budget für relevante Suchanfragen (z.B. Makler + Stadt). Setze Konkurrenznamen als Negative Keywords.

    ⚠️ Fehler 3: Ungenaues Geotargeting.

    Ohne Einschränkung erscheinen Anzeigen auch weit außerhalb deines Gebiets – teures Streuverlust. Beispiel: Suche „Haus verkaufen“ in Stuttgart, obwohl du nur Hamburg bedienst. Vermeidung: Nutze Geotargeting (Stadt, Radius) und kontrolliere regelmäßig die Regionsauswertung.

    ⚠️ Fehler 4: Kein Conversion-Tracking.

    Ohne Tracking weißt du nicht, ob Ads Kunden bringen oder nur Klicks. Viele werten Ads vorschnell als ineffektiv. Vermeidung: Implementiere Conversion-Tracking und messe Anfragen oder Anrufe. Nur so erkennst du Kosten pro Lead und Optimierungspotenziale.

    ⚠️ Fehler 5: Schwache Landingpages.

    Selbst gute Anzeigen verlieren Wirkung, wenn Nutzer auf unpassende Seiten geleitet werden. Fehlen Formular oder versprochene Infos, springen sie ab. Vermeidung: Sende User auf thematisch passende, schnelle und mobile Landingpages mit klaren Call-to-Actions.

    ⚠️ Fehler 6: „Set and forget“.

    Wer Kampagnen unbeaufsichtigt lässt, übersieht teure Suchbegriffe oder steigende Konkurrenzgebote. Performance-Einbrüche bleiben unbemerkt. Vermeidung: Kontrolliere Kampagnen anfangs regelmäßig und später mindestens wöchentlich. Nutze Alerts für ungewöhnliche Entwicklungen.

    ⚠️ Fehler 7: Zu viele Änderungen.

    Ständiges Anpassen von Geboten, Keywords oder Anzeigen macht Ergebnisse unklar. Zudem startet Google bei Smart Bidding jedes Mal neu. Vermeidung: Änderungen schrittweise durchführen und deren Wirkung einige Tage beobachten.

    👉 Merke: Fehler sind normal, entscheidend ist, daraus zu lernen und Kampagnen konsequent weiterzuentwickeln.

    9. Tipps zur kontinuierlichen Optimierung

    Ist deine Kampagne erst einmal aufgesetzt und läuft, beginnt die eigentliche Arbeit: die kontinuierliche Optimierung. Erfolgreiche Google-Ads-Werbung ist ein laufender Prozess – Analyse, Anpassung, Feinjustierung – um das Optimum herauszuholen. Hier sind praxisnahe Tipps, wie du deine Kampagnen immer weiter verbessern kannst:

    • Nutze den Suchbegriffsbericht regelmäßig: Unter Keywords → Suchbegriffe siehst du, welche Queries Nutzer eingegeben haben. Überprüfe diese Liste wöchentlich. Zwei Ziele: a) Neue Chancen entdecken und relevante Keywords hinzufügen. b) Unpassendes ausschließen, indem du irrelevante Begriffe auf die Negativ-Liste setzt. So bleibt deine Kampagne fokussiert und dein Budget effizient.

    • Teste kontinuierlich Anzeigentexte (A/B-Testing): Erstelle regelmäßig neue Varianten und vergleiche KPIs wie CTR und Conversion-Rate. Die schlechtere Anzeige wird pausiert und ersetzt. Ein Maklerunternehmen nutzte z.B. 3–4 Anzeigen pro Gruppe und fand so die beste Version. Laufendes Testing gehört zum Profi-SEA.

    • Optimiere die Landingpage: Die beste Anzeige nützt nichts, wenn Nutzer abspringen. Analysiere Aufenthaltsdauer, Absprungrate und Formular-Abschlüsse. Teste Überschriften, Buttons oder Vertrauenselemente und gleiche Inhalte auf Keywords ab. A/B-Tests steigern die Conversion-Rate und verbessern den Qualitätsfaktor – dadurch sinken Klickkosten.

    • Überwache wichtige Kennzahlen: Richte dir relevante Spalten ein (CTR, Conversions, Kosten/Conversion, Qualitätsfaktor). Optimiere gezielt: CTR schwach? Keywords oder Landingpage prüfen. Niedriger Impression Share? Budget, Gebote oder QF anpassen. Halte Änderungen fest, um Lerneffekte zu sichern.

    • Saisonale und Markt-Trends berücksichtigen: Immobilienmarkt ist saisonal. Erhöhe z.B. im Frühjahr das Budget oder passe Anzeigentexte an. Nutze Google Trends für Nachfragesteigerungen. Auch Gesetzesänderungen können Einfluss haben – Keywords und Anzeigen regelmäßig prüfen.

    • Qualitätsfaktor im Auge behalten: Der QF (1–10) zeigt Optimierungspotenzial. Prüfe Anzeigenrelevanz, CTR-Erwartung und Landingpage-Erfahrung. Nutze Keywords in Titeln, verbessere Inhalte und Ladezeit. Ein hoher QF senkt Klickpreise und steigert Effizienz.

    • Konkurrenzbeobachtung & Anpassung: Im Auktionsdatenbericht siehst du Mitbewerber und deren Impression Share. Taucht ein neuer Player auf, reagiere mit Geboten oder klareren USPs. Vermeide ruinöse Biet-Schlachten – dominiere lieber Nischen, statt gegen Großketten um Platz 1 zu kämpfen.

    • Erweiterung auf neue Kampagnen & Kanäle: Erschließe weitere Möglichkeiten wie Display-Remarketing oder Performance Max. Vergleiche Lead-Kosten und behalte Ergebnisse getrennt im Blick. So optimierst du nicht nur innerhalb, sondern auch übergreifend im Marketing-Mix.

    • Weiterbildung und informiert bleiben: Google Ads entwickelt sich ständig. Lies Fachbeiträge, Google-Blogs oder besuche Webinare. So kannst du neue Features früh nutzen. Austausch mit Kollegen oder Foren bringt oft praxisnahe Tipps.

    Fazit

    Kontinuierliche Optimierung ist Voraussetzung für erfolgreiche Kampagnen. Mit wachsender Erfahrung erkennst du immer besser die Stellschrauben – kleine Anpassungen können große Wirkung haben. Bleib dran, dann werden deine Kampagnen effizienter und dein Marketing-Erfolg nachhaltig.

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