Google Ads
29. Januar 2026

Google Ads API v23: Das erste große Update 2026

Die Google Ads API hat ihr erstes großes Update für das Jahr 2026 erhalten. Mit der **Version 23** führt Google nicht nur neue Funktionen ein, sondern läutet auch einen schnelleren Rhythmus für künftige Veröffentlichungen ein. Für dich bedeutet das, dass du schnelleren Zugriff auf neue Tools und Automatisierungen erhältst.

Google Ads API v23: Das erste große Update 2026

Hier sind die wichtigsten Neuerungen, die du kennen solltest:

Mehr Transparenz für Performance Max

Einer der zentralen Punkte des Updates ist die verbesserte Berichterstattung für Performance Max-Kampagnen. Ab sofort kannst du Aufschlüsselungen nach Werbenetzwerktypen einsehen. Das gibt dir eine genauere Vorstellung davon, wo deine Anzeigen tatsächlich ausgespielt werden und wie die einzelnen Kanäle performen.

Präzisere Planung und Abrechnung

Auch bei der Verwaltung deiner Kampagnen gibt es praktische Verbesserungen:

  • Zeitgenaue Planung: Kampagnen können nun mit konkreten Uhrzeiten für Start und Ende versehen werden, statt wie bisher nur mit dem Datum.
  • Detaillierte Rechnungen: Über den InvoiceService lassen sich Kosten jetzt auf Kampagnenebene sowie regulatorische Gebühren und Anpassungen präzise abrufen.
  • Lokale Daten: Details zu Ladenstandorten sind über PerStoreView verfügbar, was eine bessere Abstimmung mit den Stores-Berichten ermöglicht.

KI-gestützte Zielgruppen und Insights

Google setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz, um die Zielgruppenansprache zu vereinfachen. Mit den neuen generativen KI-Zielgruppen kannst du Beschreibungen in Freitext eingeben, die dann automatisch in strukturierte Zielgruppenattribute umgewandelt werden. Zudem ermöglicht die neue Dimension LIFE_EVENT_USER_INTEREST den Aufbau von Zielgruppen basierend auf bedeutenden Lebensereignissen.---

Was das für deine Arbeit bedeutet

Durch den beschleunigten Release-Zyklus der API kannst du neue Funktionen früher nutzen. Da einige dieser Änderungen jedoch Anpassungen an deinen Client-Bibliotheken und am Code erfordern, solltest du frühzeitig Entwicklungszeit für das Upgrade auf v23 einplanen.

Hinweis: Die Prognosen für die Conversion-Rate bei Demand Gen-Kampagnen variieren nun je nach Platzierung (z. B. Gmail oder Shorts), was dir eine noch exaktere Planung ermöglicht.

Technische Checkliste für das v23 Upgrade

1. Aktualisierung der Client-Bibliotheken

Das ist der erste und wichtigste Schritt. Da die API-Struktur aktualisiert wurde, musst du die entsprechenden Bibliotheken in deiner Entwicklungsumgebung auf den neuesten Stand bringen.

  • Java, Python, PHP, .NET, Ruby oder Go: Suche nach der neuesten Version (v23-kompatibel) in deinem Paketmanager (z. B. pip install --upgrade google-ads für Python).
  • Namespace-Check: Überprüfe, ob sich Namespaces geändert haben, falls du direkt auf die Protobuf-Dateien zugreifst.

2. Anpassung der Endpunkte

Stelle sicher, dass deine API-Aufrufe nun auf die neue Version verweisen.

  • Ändere den Version-String in deiner Konfiguration oder deinem Code von v22 (oder älter) auf v23.
  • Wichtig: Google behält ältere Versionen meist nur für eine begrenzte Zeit bei. Ein frühzeitiger Wechsel verhindert Panik-Updates kurz vor der Abschaltung.

3. Code-Audit: Felder und Datentypen

Einige Funktionen in v23 ersetzen alte Formate. Hier musst du besonders aufpassen:

BereichWas du ändern musst
ZeitplanungPrüfe deine Kampagnen-Logik. Statt reiner Datumsfelder (date) solltest du auf die neuen date-time-Felder umstellen, um die präzise Uhrzeit-Steuerung zu nutzen.
InvoicingWenn du automatisierte Abrechnungen nutzt, implementiere den InvoiceService neu, um die zusätzlichen Details (regulatorische Gebühren etc.) abzugreifen.
ReportingErgänze deine GAQL-Abfragen (Google Ads Query Language) um die neuen Segmente für Performance Max (Werbenetzwerk-Typen).

4. Integration der KI-Funktionen

Falls du die neuen generativen KI-Zielgruppen nutzen möchtest, musst du die entsprechenden Schnittstellen für Freitext-Eingaben implementieren. Dies erfordert meist eine Validierungsebene in deiner UI, um die von der KI generierten Attribute vor der Liveschaltung zu prüfen.

5. Testphase in der Sandbox

Bevor du das Update für dein gesamtes Budget ausrollst:

  • Nutze ein Test-Verwaltungskonto, um die neuen API-Aufrufe zu validieren.
  • Überprüfe besonders die Conversion-Forecasts für Demand Gen, da sich die Datenstruktur hier durch die Trennung nach Oberflächen (Shorts vs. Gmail) verändert hat.

Pro-Tipp: Behalte die Versionshinweise im Auge. Da Google zu einem schnelleren Rhythmus übergeht, lohnt es sich, die CI/CD-Pipeline so zu automatisieren, dass Versionssprünge in der API schneller getestet und übernommen werden können.

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